Montag, 8. Oktober 2018

Entspannungsprogramm im Urlaub II - Auf wilden Pfaden zum Königstand

Hi! 😊

Ursprünglich hatten DF und ich vorgehabt, nach unserer Hammertour "Eisenzeit" einen Tag lang die Füße hochzulegen und uns zu entspannen. 
Der Wetterbericht war jedoch anderer Meinung und verkündete uns nur noch für Mittwoch, den 29.08.18, gutes Wetter. Ab Donnerstag bis einschließlich zu unserer Abreise am Samstag waren für Garmisch sintflutartige Regenfälle prognostiziert. 😓

Deshalb ergriffen wir die Gelegenheit beim Schopf und nutzten die deutlich vorhandenen Sonnenstrahlen (es war heiß!!!) für eine kleine, entspannte Tour zum Königstand auf 1.453 m.


Imposante Eindrücke auf dem Weg nach oben. 😀


Der Königstand liegt ziemlich unscheinbar neben dem Kramerspitz und den eigentlichen Gipfel kann man gar nicht erreichen, da er mit Latschen zugewuchert ist. Als Ausgleich dazu gibt es ein wunderschönes Plateau mit einem grandiosen Rundumblick. 
Die meisten Wanderer gelangen über den Kramersteig zum Königstand, einige andere nehmen den steilen und teils ausgesetzten Maurersteig, den man am Besten vom Pflegersee aus erreicht.

Mir waren beide Routen schon bekannt und deshalb nahmen DF und ich einen dritten, namenlosen Weg, den das Kartenprogramm ausspuckte. Eine spätere Recherche ergab, dass dieser Pfad entweder Jägersteig oder Maxtafel-Schneckensteig heißt. Leider habe ich kaum vernünftige Quellen gefunden und bin daher dankbar für jeden Hinweis.

Um zu diesem Pfad zu gelangen, folgten wir vom Kramerplateauweg aus dem breiten Weg bis kurz unterhalb der Gaststätte St. Martin. Dort zweigte völlig unscheinbar und ohne das GPS nicht auffindbar ein Trampelpfad nach rechts vom Hauptweg ab. 


Der "gut erkennbare" Trampelpfad.
Dafür dass wir es ruhig hatten angehen wollen, wurden die nächsten zwei Stunden zu einem ziemlichen Abenteuer. 
Der Trampelpfad war oft kaum sichtbar, da er augenscheinlich kaum begangen wurde und an vielen Stellen alles durch Gras zugewuchert war. Die Markierungen hielten sich ebenfalls stark in Grenzen oder waren ausgesprochen kreativ angebracht und zwischenzeitlich hatte der Pfad auch einige seeehr steile Passagen. Wir bewegten uns zwar die gesamte Zeit unterhalb von 1.500 m und in Hängen mit Gras und Bäumen, aber ein Fehltritt wäre auch dort mindestens mit schweren Verletzungen geendet. 😕
Abenteuerliche Wege - die Markierung zeigt die dortige Markierung...

Geniale Naturformationen.
Insgesamt war der Steig sehr abenteuerlich und vor allem ruhig. DF und ich begegneten die gesamte Zeit über bis zum Königstand keiner Menschenseele. Dadurch, dass wir auf der Südseite unterwegs waren und die Sonne geradezu vom Himmel brannte, fühlten wir uns zwischenzeitlich wie im Backofen. Daher wurde auch jede schattige Stelle und ein kleiner Bachlauf zur Abkühlung genutzt. 😇
Für einige Zeit führte der Pfad direkt unterhalb einer steilen Felswand entlang. Die zahlreichen Steine, die rund um den Pfad auf den Boden lagen, ließen darauf schließen, dass dort nicht selten Brocken herunter flogen. Aus diesem Grund sputeten wir uns an diesem Stück, um steinschlagfrei davonzukommen. 


Wand mit Gedenktafeln und Steinschlaggefahr.

DF konnte es mal wieder nicht lassen. 😆

Man beachte den "deutlich erkennbaren" Weg neben mir...
Nach einer ausgiebigen Rast am Königstand mit seiner phänomenalen Aussicht, marschierten wir zurück zum Kramersteig. Auf diesem Wegstück kamen wir an einem Mini-Wasserfall vorbei, der uns natürlich sehr willkommen war. 


Aussicht vom Königstand (1.453 m)

Begossener Stoffel - Klappe I. 

Begossener Stoffel - Klappe II.
Bis zur Gaststätte St. Martin blieben wir auf dem offiziellen Weg, ehe wir etwas oberhalb der Wirtschaft auf einen kleinen, steilen Trampelpfad abbogen, der uns direkt zum Kramerplateauweg zurück führte. Zwar hatten wir zeitweise das Gefühl, senkrecht den Berg hinunter zu laufen, aber wir ersparten uns einen Umweg von etwas über einem Kilometer - und wir wollten ja schließlich Schonprogramm. 😂


DF und ich auf der Felsenkanzel am Kramersteig. 😊
Ein Video von dieser Tour wird es nicht geben, da sie dafür zu unspektakulär und vorwiegend zum Entspannen gedacht war. Unterm Strich bedeutet das Filmen doch einiges an Stress und Aufwand, auf den wir an diesem Tag ganz bewusst verzichtet haben. 😉

Bis zur nächsten Schandtat!

Eure Katharina 

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