Donnerstag, 25. April 2019

Kraxel-Karsamstag im Taunus

Hi!


Und hier ist die Fortsetzung zum verlängerten Osterwochenende von DF und mir. 😊


Karsamstag: Dieses Mal waren wir in meiner alten Heimat, im Hochtaunus, unterwegs. In einem Buch zu Kletterfelsen und ähnlichem im Rhein-Main-Gebiet hatten wir einige interessante Ziele gefunden, die wir auskundschaften wollten.


Der düstere Hauburgstein
Vorsichtshalber bewaffneten wir uns mit Seil, Helmen und Kletterschuhen und starteten von einem Mittelgebirge ins andere. Natürlich hatten wir wieder mal Stau...😑




Unser erstes Ziel war der Hauburgstein zwischen Oberursel und Kronberg. Vom Parkplatz an der Bundesstraße waren es etwas mehr als 500 m zu laufen, bevor der dunkle Koloss sich bereits direkt neben dem Forstweg auftürmte. Unmittelbar am Felsen hat es sogar eine Bank, was nach den steilen Hängen in der Fränkischen Schweiz wie purer Luxus wirkte.

Little Stoffel und DF on top
Während DF über die einfachste Route free solo auf den Felsen kletterte, hatte ich (wieder mal...) enorme Startschwierigkeiten. Die angeblich so leichte 2er Route nach oben erschien mir vollkommen unmöglich. 
DF kletterte noch eine andere 3er Route frei nach oben, wobei er selbst meinte, dass diese Strecke ohne Seil nicht schön gewesen sei. 
Ich versuchte eine ganze Zeit lang den Einstieg über die einfache Route auszubouldern, bekam es aber selbst mit Kletterschuhen nicht auf die Reihe. 😔
DF bekommt einfach nicht genug...

So kam es, dass wir kurz darauf weiter zogen, wobei ich es kein einziges Mal auf den Hauburgstein geschafft hatte...


Weiter ging es in die Nähe von Oberems, wo direkt an der Straße in Richtung Wüstems (ja, die Orte heißen dort tatsächlich so), der Hohe Stein liegt. Das Auto konnten wir also direkt am Stein parken, was nochmals gesteigerter Luxus war. 😇

Hierbei handelt es sich um einen beachtlichen Quarzitbrocken, auf dem auch bereits zwei Bäume (!) wachsen.

Der Hohe Stein
DF war sofort in seinem Element und turnte munter auf dem großen Stein herum. Ich hatte meine Startschwierigkeiten immer noch nicht ganz überwunden und tat mir ziemlich schwer. Schließlich schaffte ich es aber tatsächlich auf die Spitze des Hohen Steins. Doch was dort als 2er oder 3er Route klassifiziert wird, ist um Meilen schwieriger als entsprechende Kletterstellen in den Alpen.
Außerdem muss ich mir in den Alpen meist keine Gedanken darüber machen wie ich über diese Strecke wieder nach unten komme, da es doch meist weiter geht.
Der weite Abstieg bis zum Auto

So saß ich also auf dem Stein und hatte ziemlich Probleme abzuklettern. Runter klettern ist und war noch nie meine Stärke, vor allem, da ich mir unglaublich schwer tue, rückwärts nach unten zu gehen. Dank DFs Hilfe und seiner Tipps hatte ich nach einiger Zeit wieder den Waldboden unter den Füßen.

Mitten im Felsen

Da mir nicht wohl dabei war, mich wieder so weit vom Boden zu entfernen, hatte DF die grandiose Idee einmal um den Hohen Stein herum zu bouldern, wobei wir nie höher als ein Meter über der Erde sein sollten. Das Projekt gestaltete sich durchaus interessant, wobei ich an zwei überhängenden Parts die Segel streichen musste. DF dagegen hat es geschafft. 😅 




Im Anschluss ging es wieder zurück in den Spessart. Ursprünglich hatten wir ein paar Ziele mehr gehabt, dann jedoch an den beiden Felsen so viel Zeit verbracht, dass es einfach zu spät geworden wäre. Und das Wochenende war ja noch nicht vorbei...😂



Bis zur nächsten Schandtat!



Eure Katharina 


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