Freitag, 17. Juli 2020

Mit dem Adler hoch hinaus - Adler-Klettersteig bei Telfs

Hi!

Dieses Mal verschlug es DF und mich in die uns bereits gut bekannte Mieminger Kette, jedoch auf einen noch unbekannten Berg, den Karkopf (2.469 m). 😀 
Der Normalzustieg stellte bereits eine schwarze Route dar, aber DF und ich hatten uns für den spannenderen Weg über den berüchtigten Adler-Klettersteig entschieden. Ob sich diese Wahl gelohnt hat, lest selbst. 😉
Beeindruckende Blicke ins (unsichtbare) Inntal.

Aus meiner Sicht begann die Spannung bereits auf der Anfahrt. Den Fernpass bei Dämmerung zu fahren, war noch vollkommen in Ordnung und bis nach Telfs lief auf der Bundesstraße auch alles entspannt. 
Dann jedoch begann fahrtechnisch ein kleines Abenteuer. Zum Ortsteil Lehen zogen sich bereits steile, aber noch asphaltierte Serpentinen den Berg nach oben. Oberhalb von Lehen, das etwa auf 850 m liegt, wurde es dann jedoch richtig spannend. Laut Beschreibungen standen uns knapp 2,7 km Forststraße bis zum Strassbergparkplatz auf 1.170 m bevor. 
Abenteuer Auto.
Oh, was habe ich mir in den nächsten Minuten einen Jeep gewünscht! 😓 Meinem armen Fabia habe ich auf dem steilen, schottrigen und mit tiefen Spurrinnen und Löchern durchsetzten Weg ganz schön was zugemutet. Am gruseligsten war eine Stelle, an der normalerweise wohl ein Bach über die Forststraße geleitet wird, der zum Glück zu diesem Zeitpunkt trocken war. Gefühlt ging es einen halben Meter in die Senke und direkt wieder hinauf. Trotzdem habe ich es geschafft, dass wir nicht einmal aufgesetzt sind, war dafür am Parkplatz aber auch fertig mit den Nerven. 😅
Blick zum Karkopf am Morgen. Der Verlauf des Klettersteigs ist ganz GROB eingezeichnet. 
Doch bevor ich weiter erzähle, möchte ich euch noch ein paar Infos zum Klettersteig geben. 😀
Der Adler-Klettersteig auf den Karkopf wurde im Oktober 2008 eröffnet. Man legt auf dem Steig 550 Hm zurück, wobei insgesamt 900 m Stahlseil für die Route verlegt wurden. Der Klettersteig hat laut bergsteigen.com die Schwierigkeit D, am Einstieg selbst findet sich eine Tafel, die ihn sogar als D+ ausweist. Vielfach wird er als rassiger Sport-Klettersteig beschrieben. 
Der Klettersteig führt zum Teil auf den Ostgrat des Karkopfs, wobei er jedoch meist südseitig, aber schon in Gratnähe bleibt. Da es unterwegs keine Möglichkeit gibt die Wasservorräte aufzufüllen, sollte man vor allem an heißen Tagen ausreichend zu trinken mitnehmen. Zudem gibt es auf dem gesamten Klettersteig keine Notabstiegsmöglichkeiten! 
Einfacher Zustiegsweg.
Nach einer vom Vollmond durchgängig erhellten Nacht ging es am 04.07.2020 um 05:00 Uhr in der Früh los. Leider war an diesem Morgen der Wurm drin. Erstens hatte keiner von uns beiden gut geschlafen, dann stellte DF beim Umziehen fest, dass er sein Funktionsshirt daheim vergessen und nur ein normales Baumwollshirt (und damit kein Wechselshirt) dabei hatte. Und zu guter letzt meinte auch noch seine Kamerahalterung an einer Stelle abbrechen zu müssen, so dass er diese auf die Schnelle provisorisch flicken musste. Wenn das keine perfekten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tour waren. 😐
Da hinten sind irgendwo die Stubaier Alpen bei noch optimierungsbedürftiger Aussicht. 😅
Zuerst ging es ziemlich langweilig im Wald nach oben, bis wir schließlich auf einen kleineren Trampelpfad kamen, der gefühlt in immer steiler werdenden Serpentinen nach oben führte. 
Nach knapp einer Stunde hatten wir eine Kreuzung erreicht, an der es rechts weiter zum Adler-Klettersteig und zur Hohen Munde ging. Links sollte sich nur eine Minute entfernt eine Trinkwasserquelle befinden. Das wollten wir doch direkt mit eigenen Augen sehen, auch um unsere Wasservorräte ein wenig zu schonen.
Die Beschilderung war definitiv top. 

Und tatsächlich: Da plätschert was! 
Ein entspannteres Stück zwischendurch.
Etwa auf 1.900 m Höhe wurden die Latschen lichter und wir befanden uns unterhalb eines kleineren Schuttfeldes. Auf einem großen Felsbrocken war in roter Farbe "AK" (für Adler-Klettersteig) und ein Pfeil nach oben gemalt. Der besser sichtbare Trampelpfad, der auch viel einladender aussah, führte nach rechts weiter zum Sattel Niedere Munde. 
Fantastische Aussichten. 😍

...nur bei uns ist die Sicht mäßig...
Bei diesem Stein heißt es vom Hauptweg abbiegen und nach oben. 
DF und ich trotteten also im Schotter den Pfadspuren nach, die schließlich nach links über rutschige Wurzeln und Latschen querten. 


Juhu, im Schotter nach oben!!! 
Auf etwa 1.980 m bekamen wir einen allerersten Vorgeschmack auf den Klettersteig. Dort schlängelte sich in einer Rinne das erste Stahlseil nach oben. Da die Rinne laut Topo nicht schwerer als A/B sein sollte, gingen wir diesen Abschnitt noch ohne Klettersteigset. 
Nach einigen steilen Metern endete das Stahlseil und es war verlockend der Rinne weiter nach oben zu folgen - aber Vorsicht! Links der Rinne befand sich ein Steinmann und etwas von Gestrüpp verdeckt auch die typische Markierung des Klettersteigs: der rote Tiroler Adler. 
In dieser Rinne ging es ein gutes Stück nach oben.

Die einzigartige Markierung des Adler-Klettersteigs sollten wir noch öfter zu Gesicht bekommen.

Wir verließen die Rinne nach links und gingen in einer steilen Wiese im Zickzack nach oben. Bei Nässe sollte dieser Abschnitt laut Topo heikel sein. Bei uns war es an dieser Stelle leicht feucht und tatsächlich nicht schön zu laufen, aber es war nichts dramatisches. 🙂

Um kurz vor acht Uhr hatten wir schließlich die Tafel zum Einstieg des Adler-Klettersteigs auf 2.055 m erreicht. Das waren nun schon gute 900 Höhenmeter Zustieg zum warm werden gewesen. Die eigentliche Arbeit lag schließlich noch vor uns. 😂
Erste Etappe: Einstieg Adler-Klettersteig! 🦅
DF und ich legten noch eine Frühstückspause ein, um zu vermeiden, dass wir mit knurrendem Magen am Klettersteig hängen würden. Um 08:30 Uhr waren wir ausreichend gestärkt, hatten die Ausrüstung angelegt und wagten den Einstieg. 

Zuerst ging es augenscheinlich sehr entspannt auf einem kleinen Grat entlang (Schwierigkeit A/B). Da das Gras jedoch zum Teil noch nass war, schaffte ich es bereits hier, leicht zu rutschen und mir das linke Knie blutig zu schlagen. Irgendwie habe ich für so einen Quatsch Talent. 🩹🩹🩹
Das entspannte Stück direkt nach dem Einstieg.
Nach einem kurzen Gehstück legte der Klettersteig richtig los. Auf glatten, abschüssigen Stufen ging es stetig nach oben. Auf den ersten Blick sah diese Stelle gar nicht so wild aus, bis man merkte, dass alle Tritte abschüssig waren und man sich mit gut Druck nach oben basteln musste. 
Das sieht noch gar nicht so dramatisch aus...

...bis man dann wirklich in der Wand ist. 
Der Seilverlauf mutete schon von unten interessant an. 

Klettern ins Nichts?!

DF im Aufstieg. Über den Gratbuckel im Hintergrund waren wir eingestiegen.
Das war dann aber auch die perfekte Aufwärmrunde für die folgenden, glatten Platten! Ich hatte in mehreren Berichten gelesen, dass sich in dieser Ecke  oft Wasser am Fels hielt - und das war definitiv der Fall! Nicht nur, dass es sehr steil und trittarm auf diesen Platten nach oben ging. Nein, sie waren zum Teil klatschnass und dadurch spiegelglatt! Ich war nicht selten froh über den guten Grip meiner Schuhe oder ein paar Klettertechniken vom Bouldern, die hier mehrfach zum Einsatz kamen, um irgendwie die Balance zu wahren und umklinken zu können. 
Das sind mal wirklich GLATTE Platten! 🥺

Vielleicht ganz gut, dass kaum Aussicht da ist...😅

Rückblick über die Platten zu DF. 
Langweilig wurde uns im ersten Drittel des Steigs jedenfalls keine Sekunde. Das Drahtseil war dermaßen abenteuerlich gelegt, dass DF und ich ausreichend beschäftigt waren. 😁
Und noch einmal steil nach oben! 

Das sieht schon irgendwie skurril aus. 

DF genießt die Aussicht. 😆
Kurz vor der Schlüsselstelle (D, gefolgt von zwei Mal C/D) gab es einen kleinen Absatz zum Verschnaufen. Dort befand sich unter anderem eine Gedenktafel zur Einrichtung des Klettersteigs und ein Bündel Schuhe (!), aber das seht ihr euch besser selbst auf dem Bild an. 🤪
Das sind alles absolut taugliche Bergschuhe...
Voll motiviert wagte ich den Einstieg zur Schlüsselstelle, nur um von DF auf einmal zu hören, dass der Akku leer war! Also hieß es erst einmal ein kleines Stück zurück klettern, in die Rastschlinge setzen, den Akkuwechsel abwarten und dann noch einmal starten. Das D-Stück hatte es trotz Tritthilfen ganz schön in sich. Die Bezeichnung "sehr steiler Pfeiler" in der Topo ist wirklich nicht übertrieben. Ich hatte schon damit gerechnet, dass ich eine taktische Rastschlingen-Pause brauchen würde, aber irgendwie habe ich es tatsächlich geschafft, alles in einem Zug zu gehen. 💪
Der Einstieg zur Schlüsselstelle.

Da musste ich schon ordentlich am Kabel ziehen.
Doch danach wurde es nicht unbedingt leichter. Laut Topo war es zwar ein halber Schwierigkeitsgrad weniger und die Stahlkrampen bildeten eine gute Leiter - nur irgendwie "wickelte" sich diese Leiter um einen Überhang nach oben! 
Juhu, ein Üüüberhang! 
Nach diesem noch einmal durchaus zünftigen Stück standen DF und ich auf 2.235 m auf dem Ostgrat des Karkopfs. Die Stelle, an der wir uns befanden, hieß offiziell Zugspitzblick. Die Wolken und Nebelschwaden waren jedoch so dicht, dass das Wettersteinmassiv nicht einmal zu erahnen war. Dafür ergaben sich immer wieder interessante Ausblicke in Richtung Hohe Munde, Stubaier Alpen und Inntal. Wir waren gar nicht so undankbar für die Bewölkung, denn sonst wären wir schon längst der prallen Sonne ausgesetzt gewesen und ordentlich gebacken worden.

Es ging etwas leichter am Grat entlang, ehe wir uns zurück auf die Südseite begaben, wo das Drahtseil über glatt polierte und leider auch wieder nasse (!) Platten (C/D) nach oben führte. An dieser Stelle hatte ich kurz einen hässlichen Rutscher, da der Stein wie Schmierseife war.
Einmal Schmierseife nach oben! 
Eine einfachere Querung später ging es weiter zu einem der Highlights, dem "Auge des Adlers". Hier führte der Klettersteig durch einen Durchschlupf im Fels, eine wirklich coole Idee! 😎 Doch da auch hier die Bewertung durchwegs bei C/D lag, erforderte es einiges an Kreativität, um eine sichere Film- und Fotoposition zu finden. Ich war jedenfalls dankbar für einige Bohrhaken, die neben dem Klettersteig am Fels waren.
DF im Auge des Adlers.

Das Auge des Adlers und ein wenig Aussicht ins Inntal.
Die leichte Querung danach. Die gelben Linien sollen grob den weiteren Verlauf des Stahlseils darstellen. 
Wir querten weiter nach links, erst in leichterem Gelände und ab einer hölzernen Madonnenstatue hatten wir eine lange Traverse mit Schwierigkeit C vor uns. DF klopfte an diesem Stück, warum auch immer, an den Fels und stellte fest, dass dieser hohl klang. Das war mal ein Grund sich zu beeilen! 😨
Die Madonnenstatue.

Die lange Traverse sah schlimmer aus, als sie war.

DF bei der Nische mit der Madonnenstatue.

Rückblick: Wo die zwei Bergsteiger sind, führte die D-Stelle auf den Grat. Rechts hinten ragt die Hohe Munde empor.
Nach dieser langen Querung ging es noch einmal steil nach oben, ehe wir wieder auf dem Grat ankamen - und dieses Mal hatten wir sogar Zugspitzblick! 😄 Dafür konnten wir den Weg, den wir zuvor gegangen waren, nicht mehr sehen. 
Noch einmal steil hoch! 

Das Wettersteinmassiv im Blick.
Zwei Drittel des Klettersteigs waren geschafft und die letzten 200 Höhenmeter sollten uns eigentlich nicht mehr vor allzu große Probleme stellen. An der nächsten "Schlüsselstelle", einem Spalt zwischen zwei Felsen, hatten wir jedenfalls unseren Spaß. Ich mutierte zum Seitgänger und DF kletterte sogar über den Spalt hinweg, da er mit Rucksack und Bauchtasche (für das Kamerazubehör) sonst einfach stecken geblieben wäre.
Der Spalt...

Die Stelle von der anderen Seite: Danach weiß man, ob man eine Diät braucht oder nicht. 🤣
Es folgte ein steiler Aufschwung, bei dem auch ein Spreizschritt über einen Kamin dabei war. Der weite Schritt war dabei aus meiner Sicht jedoch die kleinste Schwierigkeit. Es war eher problematisch beide Füße wieder auf eine Seite zu bringen und nach oben zu steigen, da sich der Berg mal wieder Tritte gespart hatte. 
Der Spreizschritt von unten.

DF auf dem Weg zum Spreizschritt.
Am nächsten steilen Aufschwung kam für eine knappe Minute die Sonne raus und vermittelte mir einen Vorgeschmack davon, was uns bei weniger Bewölkung erwartet hätte. Es war einfach nur grausam und ich war froh, als sich wieder eine fette Wolke dazwischen schob. 

Nach einer kurzen, entspannenden A-Passage kam noch die letzte Herausforderung: Eine steile Verschneidung (C/D) und ja, man durfte noch einmal gut am Stahlseil ziehen, aber nach wenigen Zügen hatte man schon wieder einen festen Stand. Und damit lag nur noch ein kleines, unkompliziertes Stück vor uns, bis wir die Tafel erreichten, die den Ausstieg kennzeichnete.
In der Bildmitte sieht man die düster wirkende Verschneidung.

Rückblick in der Verschneidung nach unten.
Von da an ging es für DF und mich noch etwa zehn Minuten weiter am sehr einfachen Grat entlang. 


Links von der Bildmitte zeichnet sich schon das Gipfelkreuz des Karkopfs ab. Weiter hinten ragt die Hochwand empor.
Wir kreuzten schließlich auf den Normalweg und standen kurze Zeit später um 12:50 Uhr am Gipfel des Karkopfs! 😊
Ganz allein waren wir nicht dort oben. 🦌

Das Gipfelkreuz vom Karkopf! 

Mini Stoffel und das Gipfelbuch.
Den gesamten Klettersteig über hatten wir immer Stimmen hinter uns gehört und hier und da auch andere Bergsteiger gesehen, überholt hatte uns jedoch keiner. Ich war bereits mit dem Gipfelbucheintrag fertig, als die ersten Nachzügler über die letzte Kante kamen, so dass wir sie sehen konnten. 

Passend zu unserer Gipfelrast zogen sich nun auch die Wolken immer mehr zurück und wir konnten den Rundumblick wirklich genießen. So langsam wurde es voll am Gipfel und wir machten uns an den Abstieg über den Normalweg. Dieser Weg ist eine schwarze Route und daher nicht zu unterschätzen.
Der Einstieg zum Normalweg ist SEHR gut markiert.


Etwas steil und felsig schlängelte sich der Pfad mit gut sichtbaren Markierungen nach unten. Aus meiner Sicht war er deutlich angenehmer zu gehen als der Steinerne Jager am Hochstaufen einige Wochen zuvor.
Der Abstieg vom Karkopf.
Kurz vor einem großen Schotterfeld sahen DF und ich sogar ein Murmeltier! 🥰
Über diese Platten ging es noch einmal etwas seltsam im Bogen nach links.

Da unten sitzt das süße Murmeltier! 🥰
Auf dem breiten Schotterfeld tummelte sich eine Schafherde, wobei ein schwarzes Schaf es sich mitten auf dem Pfad gemütlich gemacht hatte. Es machte auch keinerlei Anstalten aufzustehen oder gar zur Seite zu gehen, so dass wir uns auf dem rutschigen Untergrund um das liebe Vieh herumbastelten.
Die Schafherde im Schotterfeld.

Das schwarze Quoten-Schaf...😂
Danach waren es nur noch wenige Meter bis zum Wetterkreuz (1.990 m). Die Bank nutzten DF und ich für eine ausgiebige Pause, während der auch ein Schaf mit Zwillingslämmern kurzzeitig versuchte an meinen Naschbeutel zu gehen. 🐑🐑🐑 Unverschämtheit, sowas! 😂
Rückblick in Richtung Karkopf. In der Bildmitte hebt sich majestätisch die Hohe Munde ab. 

Das Wetterkreuz mit Aussicht auf die Stubaier Alpen.
Im weiteren Abstieg folgten wir kurz dem Normalweg zum Straßberghaus, ehe wir nach links auf den Dengg Edi Gratlsteig abbogen. Zu Beginn schlängelte sich der kleine Trampelpfad recht abenteuerlich am Hang entlang, ehe er uns schließlich an der Trinkwasserquelle vom Morgen herauskommen ließ. 
Der Dengg Edi Gratlsteig.

Unsere Tour: rechts sieht man den Serpentinen-Weg in den Latschen, von wo aus wir nach links zum Grat kletterten und diesem letzlich bis zum gewaltigen Karkopf folgten.
Ab da waren es nur noch knappe zwei Kilometer, die uns vom Auto trennten - und die wanderten wir ganz gemütlich zurück, so dass wir um etwa 19:00 Uhr wieder am Parkplatz ankamen. 

DF hat natürlich ein Video gemacht und ich werde es hier verlinken, sobald er es fertiggestellt hat. 


Fazit zur Tour:
Kurzfassung: Wow, wow und nochmal wow!!! 
Dafür, dass wir einen doch recht bescheidenen Start in den Tag hatten, hat er sich anschließend von seiner besten Seite gezeigt! 😀
Der Klettersteig war anstrengend, fordernd, aber auch der Hammer! Es war definitiv einer der schönsten und abwechslungsreichsten Klettersteige von allen, die ich bisher gegangen bin! Beide Daumen hoch für die abenteuerliche Routenführung und die vielen unterschiedlichen Herausforderungen! 
Fakt ist aber auch, dass der Adler-Klettersteig NICHT für Anfänger geeignet ist. Allein der Zu- und Abstieg sind aufgrund der Höhenmeter und der Distanz bereits fordernd und man benötigt eine gute Kondition. Der Klettersteig selbst ist sehr anspruchsvoll, aber es bieten sich immer wieder Stücke, um kurz auszuruhen. Es war auf jeden Fall das erste Mal, dass ich einen so langen und schweren Klettersteig hoch gekommen bin, ohne dass ich einmal die Rastschlinge zum Ausruhen einsetzen musste! Vielleicht bin ich auch etwas besser geworden. 🤷‍♀️ Wer Erfahrung bei schweren Klettersteigen hat, wird hier definitiv seinen Spaß haben! 
Die angegebenem 2 1/2 Stunden, die man laut Tafel angeblich brauchen soll, sind meiner persönlichen Meinung nach sehr ambitioniert und eigentlich nur zu erreichen, wenn man ohne Pause, Fotos oder ähnliche Späße "durchrennt". 
Bei bestem Kaiserwetter sollte man den Adler-Klettersteig entweder gaaanz früh beginnen und/oder viiiel Wasser mitnehmen, denn dann entwickelt sich der Weg am Seil ganz schnell in einen (Hoch-) Ofen. 🥵 DF und ich waren jedenfalls heilfroh, dass wir immer wieder von den Wolken eingenebelt wurden. 
Aber auch ohne den Klettersteig ist der Karkopf einen Besuch wert. Er ist nicht zu einfach, aber auch nicht so schwer wie die benachbarte Hochwand und bietet grandiose Aussichten! 🤩
Über den Normalweg gibt es sogar zwei Einkehrmöglichkeiten, die man auch beim Abstieg vom Klettersteig mitnehmen könnte. 
Alles in allem war es eine wunderschöne Tour und ich kann sie nur wärmstens weiterempfehlen! 😊

Bis zur nächsten Schandtat!

Eure Katharina 

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