Samstag, 5. September 2020

Ilmspitze über den Klettersteig - der Felskoloss über dem Gschnitzer Tal

Hi! 😀

Nach zwei Tagen Dauerregen in den Alpen, die einem ziemlich trostlos vorkommen können, haben DF und ich uns aufgemacht, um eine Rechnung zu begleichen, die er seit Mai 2017 offen hatte. 😁
Die imposante Ilmspitze türmt sich auf. 
Falls ihr euch erinnern könnt, hat er vor drei Jahren bereits einmal versucht, auf die Ilmspitze (2.690 m) in den Stubaier Alpen zu gelangen. Damals war DF jedoch etwas früh dran, so dass noch zu viel Schnee lag und er die Tour abbrechen musste. 
Die Bedingungen im August sahen nun deutlich vielversprechender aus. Hinzu kam der glückliche Umstand, dass unsere Ferienwohnung nur knappe 60 km vom Talort Gschnitz entfernt lag. Also packten wir die Gelegenheit beim Schopf. 
Und so hieß es für DF: Ilmspitze - Klappe, die Zweite! Und für mich: Klappe, die Erste! 😋

Um circa halb sechs starteten wir am kostenpflichtigen Parkplatz am Ortsende von Gschnitz, von dem aus man direkt in ein grandioses Bergsteiger-Paradies starten kann. Über dem Tal breiteten sich die Wolken aus und unser Tagesziel, die Ilmspitze, ragte als abweisender, dunkler Koloss, bedrohlich aus diesem weißen Meer heraus. 
Unter dem Pfeil seht ihr unser Tagesziel. 
DF und ich folgten der Beschilderung in Richtung Innsbrucker Hütte, die bereits auf 2.369 m liegt und für uns die erste Zwischenstation darstellte. Somit lagen von Gschnitz aus bereits etwa 1.100 Höhenmeter Aufstieg vor uns. 

In steilen Serpentinen liefen wir zu Beginn noch durch den Wald und später in einer breiten Grasrinne stetig nach oben. An einigen Stellen hatte der nahegelegene Bach, der durch die Regengüsse der letzten Tage ordentlich Wasser führte, den Weg förmlich geflutet. 
Seid ihr auch schon einmal bergauf geschwommen? 😂
Die erste Stunde hatten DF und ich keinerlei Aussicht. Zuerst waren die Wolken über uns und dann waren wir mittendrin, statt nur dabei. 😅 Für einige Zeit hegten wir die Befürchtung, dass es wieder eine reine Nebeltour werden würde. 😨 
Der Weg hatte etwas gespenstisches..

...und die Markierungen auch. 
Ab 07:15 Uhr erreichten wir die Grenze der Wolkendecke und befanden uns mitten in den Schwaden, die in faszinierenden Formationen um uns herum wirbelten, immer mal wieder über oder unter uns aufrissen und fantastische Ausblicke boten. Wir kamen aus dem Fotografieren jedenfalls gar nicht mehr raus. 😂 Aber was rede ich da? Bilder sagen mehr als tausend Worte! 😊
Nach oben lichtet sich der Nebel...

Wir bekommen etwas Aussicht! 

Die steilen Serpentinen des Aufstiegswegs. 

Wenn das mal kein Panorama ist mit dem Gschnitzer und dem Pflerscher Tribulaun! 😍
Wolkenspiele! 
Um kurz nach acht Uhr waren bereits auf 2.000m und der Pfad führte nach rechts aus der Grasrinne heraus um eine Kante herum. Und nach dieser Kante hatten wir einen gigantischen Ausblick auf das Plateau unterhalb der Innsbrucker Hütte und den imposanten Habicht daneben. Die Sicht ins Gschnitzer Tal war allerdings durch die dichten Wolken stark eingeschränkt, was aber dem Panorama keinen Abbruch tat. 😇 Doch kaum waren wir auf dem Hochplateau angelangt, reichte unser T-shirt nicht mehr aus. Der Wind pfiff dermaßen stark, dass DF und ich in Jacke und Pullover weitergingen. Vom August war dort oben jedenfalls nicht mehr viel zu merken. 🥶
Am Pfeil die Innsbrucker Hütte und links der imposante Habicht.

Das nenne ich mal eine Pausenbank! 😍

Die Tagesziele in Sicht: Kalkwand (Pfeil links) und Ilmspitze (Pfeil rechts).

Der Weg war total entspannt. 😀

Sonne, aber trotzdem a****kalt! 🥶
Auf unschwierigen Wegen, vorbei an einer Menge Schafe, ging es für uns weiter nach oben, bis wir um 09:20 Uhr an der Abzweigung zur Innsbrucker Hütte standen. 
🐑🐑🐑 mit Aussicht! 
Da war jemand neugierig! 🐑😄


Rückblick ins Tal: Da kommen wir her - irgendwo. 😂

Habicht und Innsbrucker Hütte aus einer anderen Perspektive.
Für uns ging es jedoch nicht nach links zur Hütte, sondern nach rechts in Richtung Kalkwand und Ilmspitze. Der erste Teil des Weges war auf der Nordseite und windgeschützt, was deutlich angenehmer war. 
Der Wegweiser war eindeutig.
Das weitere Weg führte bis zur Scharte etwa in der Bildmitte. 
Ab diesem Punkt wurde das Terrain schroffer und anspruchsvoller. Die Felsformationen wirkten zum Teil wie aus einem Horrorfilm. 😱 Die Markierungen waren durchwegs sehr gut und ließen keinen Zweifel am Verlauf des weiteren Weges. Wir querten erst auf einem schmalen Pfad, ehe es in Teilen seilversichert nach oben ging, bis wir an einem kleineren Schuttfeld standen. In dem Schotter ging es in steilen Serpentinen nach oben, bis der Pfad auf die Südseite der Bergkette wechselte. 
Schrofferes Gelände mit klasse Markierungen! 
DF unterhalb einer der ersten seilversicherten, aber unschwierigen Passagen.


In dieser Rinne ging es nach oben.

Weil es so schön war: Noch einmal ein Blick zum Habicht! Der ist irgendwann auch fällig! 😁
Es handelte sich ab diesem Abschnitt der Strecke um einen schwarzen Weg, so dass es schon recht ausgesetzt und schottrig war. Der Pfad führte in stetigem Auf und Ab immer weiter am Hang entlang, weshalb wir zwischenzeitlich das Gefühl hatten, nicht richtig vorwärts zu kommen. 
Beeindruckende Aussichten auf der Südseite.

DF im ständigen Auf und Ab des Weges. 

Und unter uns lag dieses gigantische Wolkenmeer. 😍
Um 10:30 Uhr erreichten wird die Abzweigung, an der sich der Weg teilte. Links führte er zur Kalkwand (2.564m) und rechts direkt weiter zur Ilmspitze. Da ein zusätzlicher Gipfel praktisch auf dem Weg lag, entschieden wir uns für den kleinen Abstecher zur Kalkwand. Es handelte sich maximal um I-er-Gelände (UIAA), auch wenn es zum Teil sehr brüchig und ausgesetzt war. 
Die gut markierte Abzweigung.

Die Aussichten sind einfach irre - und ich bin es auch. 😂
Keine Viertelstunde später hatten wir den ersten Gipfel für diesen Tag erreicht und genossen die phänomenale Aussicht auf die Stubaier Alpen um uns herum. 
Das Gipfelkreuz der Kalkwand - und wieder mal der Habicht!
Der direkte Weiterweg bestand aus leichten Fußspuren im Geröll, denen wir folgten. Im Kartenprogramm hatten wir bereits gesehen, dass man aus dem Besuch der Kalkwand einen kleinen Rundweg machen konnte. Keine zehn Minuten später standen wir auch wieder am Verbindungsgrat in Richtung Ilmspitze. Das Tagesziel schien zum Greifen nahe, doch auch hier täuschte der erste Eindruck.
DF und links von ihm die Ilmspitze.
Der Pfad führte uns etliche Male nach oben und unten, ehe wir endlich den Fuß des furchteinflößenden Felsklotzes erreichten, der sich abweisend vor uns auftürmte. 
Ein Rückblick zur Kalkwand.
In unmittelbarer Nähe zum Einstieg des Klettersteigs sollte sich laut Topo eine kleine Schutz-/Materialhütte befinden. Aus anderen Youtube-Videos zur Ilmspitze wussten DF und ich jedoch, dass diese längst durch Wind und Wetter das Zeitliche gesegnet hatte. Dafür konnten wir den pfiffigen Nachfolger der Hütte bestaunen: eine Gondel! 😂 Die Türen waren zwar ein wenig schwergängig, aber insgesamt war es eine coole und wetterfeste Alternative.
Jetzt fehlt nur noch das Drahtseil zum Gipfel. 😂

Mini Stoffel wollte auch unbedingt mitfahren. 😁
Wir machten eine kurze Mittagspause und stärkten uns für den anstehenden Klettersteig. Doch hatten wir zuvor noch traumhafte Aussichten genießen können, meinte die Ilmspitze nun, uns ärgern zu müssen. Die Wolken waren höher gestiegen und verhüllten nun nicht mehr das Gschnitzer Tal, sondern auch die Ilmspitze, so dass wir (mal wieder) in der Suppe standen. Es wurde durch den Wind sogar so kalt, dass wir wieder unsere Pullover anzogen. 
Das hatte ich SO nicht bestellt! 😨 Rechts unten sieht man den Verlauf des Abstiegswegs.
Um genau 12:00 Uhr wagten wir den Einstieg in den Klettersteig. Im weiteren Verlauf mussten DF und ich leider feststellen, dass die Topo des Klettersteigs an vielen Stellen äußerst ungenau war, so dass wir vor allem zu Beginn gar nicht richtig einschätzen konnten, wo wir uns tatsächlich befanden. Außerdem fiel mir bereits am Anfang auf, dass das Seil recht dünn war, wovon ich mir nichts Gutes versprach.
Der Einstieg des Klettersteigs.

Rückblick zu DF - schön steil! 
Die Einstiegsstelle begrüßte uns direkt mit der Schwierigkeit C/D und man durfte schon ein wenig am Kabel ziehen, doch das war alles noch normale Härte. Etwas unangenehm war direkt im Anschluss eine Engstelle, an der man sich gar nicht so bewegen konnte, wie man es vom Gleichgewicht her gewollt hätte. Der brüchige Fels gab sein Übriges dazu. Diese kurze Stelle war etwas hässlich, danach ging es ziemlich locker weiter. Das zweite C/D-Stück haben DF und ich zumindest gar nicht so richtig registriert. 😅
Nach einer kurzen Querung.

Rückblick zu DF und rechts unten noch etwas total Goldiges! 😍
Weiter ging es über leichtere A- und B-Stücke, bis wir auf einem kurzen Band nach links queren mussten. Ab diesem Punkt traf zumindest die Topo wieder besser auf den Weg zu. 
"Gehgelände". 😀

Es wird wieder etwas steiler.

Dieses Stück sah schlimmer aus, als es war.
DF inmitten einer Schutthalde. 😱


Bei dieser Querung war es von Vorteil nicht allzu groß zu sein. 😅

Steil ging es hoch - und das Seil verlief zwischen den Trittstufen (Pfeil).
Nach einem etwas steileren Aufschwung durften DF und ich 20 Höhenmeter abklettern, ehe wir an den berüchtigten Spreizschritt kamen. Die Schlucht, über die das Seil führte, war alles andere als vertrauenserweckend und so war der Psycho-Faktor für ein paar Sekunden nicht ohne. 😲
Der Spreizschritt.
Es folgten zwei weitere Passagen, die ein wenig steiler waren, bevor DF und ich an der Abzweigung zum Abstiegsweg ankamen. 
Die Markierungen waren echt mega! 👍
Doch zuerst führte uns das Stahlseil weiter nach oben. Schwerer als B/C wurde der Weg zum Gipfel nicht mehr, doch das zum Teil nasse und rutschige Geröll trug nicht gerade zur Steigerung des Wohlbefindens bei. Das Seil führte uns unter einem riesigen Klemmblock hindurch und neben diesem aus der Rinne heraus. Dabei sahen wir, dass dieser Block schon erste Risse hatte und wie der gesamte Fels vor Ort ziemlich brüchig war. Da konnten wir nur hoffen, dass er noch so lange hielt, wie wir uns dort aufhielten. 😱
Ein letzter, steiler Aufschwung.

Der nasse Spalt unterhalb des Klemmblocks.
DF neben dem brüchigen Klemmblock. 😧
Uns trennte nur noch ein kleiner Aufschwung vom Ziel und schon standen wir um 14:00 Uhr auf dem Gipfel der Ilmspitze. Leider hatte das Wetter immer mehr eingetrübt, so dass wir keinerlei Aussicht hatten. 😒 Also hielten wir uns nicht lange auf und machten uns zeitnah an den Abstieg. 
Das Gipfelkreuz der Ilmspitze.
Erst einmal hieß es gute 60m entlang des Aufstiegsweges zurück, ehe der Weg von oben gesehen nach links auf einem Band abzweigte. 
Der oberste Teil des Abstiegs - breit, aber bröselig.
Laut Topo sollte auch ein Teil des Abstiegs seilversichert sein, und DF und ich begriffen auch sehr schnell warum. Der Weg traversierte zum Großteil auf schmalen, mit Schotter bedeckten Bändern um eine große Schlucht herum. Wenn der Abstiegsweg nach unten führte, dann ausschließlich über sehr brüchige Stellen, auf denen man ohne Seil sicher schnell den Abflug gemacht hätte. Durch den Nebel, in dem wir uns inzwischen voll befanden, hatten wir perfekte Gruselstimmung. 😅
Irgendwie sieht das alles nicht passierbar aus...

...aber es geht doch! 😅
Schließlich kam meine persönliche Schlüsselstelle. 😲 In der Topo hatte lediglich gestanden, dass ein sehr steiler Pfeiler mit Schwierigkeit B folgen sollte. Das hatte sich für mich gar nicht so dramatisch angehört, bis ich feststellen durfte, dass es an dem Pfeiler zwar Trittstufen, aber KEIN Drahtseil gab. Und das ausgerechnet mir, die Leitern überhaupt nicht mag. 😰 Der Pfeiler war außerdem wirklich verdammt steil und nahm gefühlt kein Ende. 
Ich hatte etwa zwei Drittel des Pfeilers hinter mich gebracht, als DF von unten rief, dass eine der Stahlkrampen zum Teil lose sei. Na, wenn das nicht zu meiner Begeisterung beitrug...😒 Damit nicht genug: Im unteren Teil waren die Tritte auch so verwürgt geschraubt, dass es richtig unangenehm war, sich eine Stufe weiter vor zu arbeiten. Zwar befand sich dort auch ein Fixseil, nur habe ich diesem nicht wirklich getraut. Und am Ausstieg fehlte mindestens eine Trittstufe, wenn man nicht mindestens zwei Meter groß war. Die Alternative nach unten zu springen, verbat sich, da einen dort nur Geröll und Schotter erwartete. 😧 Ich machte jedenfalls drei Kreuze, als ich diesen ekelhaften Pfeiler endlich hinter mich gebracht hatte...

[Anm. von DF: Von Katharinas Schwierigkeiten abgesehen war dieser Pfeiler ein Riesenspaß 😁 ]

Der Pfeiler von unten.
Wirklich besser oder angenehmer wurde es danach auch nicht. Wir standen am oberen Ende eines großen und steilen Schuttfeldes. Die Markierungen deuteten an der rechten Seite dieses Feldes stetig nach unten. Auch hier befanden sich glücklicherweise unzählige Fixseile. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie wir ohne diese Seile nach unten geschlittert wären. 
Fixseile im Schotterfeld.
Danach ging es auf einem schmalen Trampelpfad in einem Bogen um die halbe Ilmspitze herum und wieder nach oben. Der Abstieg durch das Schotterfeld hatte uns mindestens hundert Höhenmeter unterhalb des Einstiegs vom Klettersteig herauskommen lassen. 
Natürlich meinte jetzt die Sonne, sich wieder gegen die Wolken durchsetzen zu müssen, so dass wir auf diesem steilen Aufstieg gut gebacken wurden. 🥵
Der Weg zurück zur Einstiegsstelle des Klettersteigs.
Um etwa 16:20 Uhr standen wir wieder am Einstieg des Klettersteigs an der Gondel. DF und ich machten kurz Pause und zogen unsere Kletterausrüstung aus, bevor wir uns auf den Rückmarsch machten. Zu diesem Zeitpunkt war die Ilmspitze immer noch hinter den Wolken versteckt.
Wir kamen nicht weit, als uns ein Rudel Steinböcke auffiel, das gar nicht weit entfernt vom Weg friedlich graste und spielte. Vorsichtig gingen wir weiter auf dem Trampelpfad, um die Tiere nicht zu verschrecken, doch die schienen sich gar nicht an uns zu stören. So kam es, dass wir das Rudel aus nächster Nähe beobachten und fotografieren konnten! 😍
Zum ersten Mal habe ich Steinböcke in freier Wildbahn sehen können! Einfach nur toll! 😍
Danach ging es auf dem gleichen Weg zurück, den wir auch am Morgen zurückgelegt hatten. Durch das viele Auf und Ab bis zur Innsbrucker Hütte waren wir auch hier nicht sonderlich schneller als beim Hinweg. Kurz unterhalb der Innsbrucker Hütte machten wir noch eine ausgiebige Pause, ehe wir uns an die letzten 1.000 Höhenmeter wagten. 
Die Pausenbank am Abend mit Aussicht auf das Gschnitzer Tal. 
Um etwa 20:00 Uhr standen wir wieder auf dem Parkplatz bei unserem Auto - und was konnten wir sehen? Die Ilmspitze, die wieder wolkenfrei war. Irgendwie hat dieser Berg etwas gehässiges an sich. 😒
Die Ilmspitze im Abendlicht...😑
Natürlich hat DF wieder ein Video gemacht und ich werde es hier verlinken, sobald es online ist. 😀

Fazit zur Tour: 
Die Ilmspitze ist auf jeden Fall ein Erlebnis, das ich jedem empfehlen kann, auch wenn sie ihre Tücken hat.
Der Zu- und Abstieg dauert jeweils Minimum vier Stunden, wenn man das Ganze als Tagestour gehen möchte, nicht zu unterschätzen. Für weniger konditionsstarke Bergsteiger gibt es glücklicherweise die Innsbrucker Hütte. 😉
Der reine Zustieg bis zur Innsbrucker Hütte ist nicht sonderlich schwer, dafür wunderschön zu laufen und bietet fantastische Ausblicke. Da läuft man eher Gefahr nicht vorwärts zu kommen, weil man nur am staunen und fotografieren ist. 😅
Die Kalkwand ist eine lohnenswerte Zwischenstation, aber als einziges Gipfelziel würde ich sie etwas unbefriedigend finden. 😅
Wenn man auf die Ilmspitze sieht und diesem abweisenden Ungetüm immer näher kommt, entwickelt sich ein gewisser Respekt. Letzten Endes muss ich sagen, dass der Klettersteig, zumindest für uns, keinerlei Schwierigkeiten bereithielt. Nur das dünne Stahlseil empfand ich als recht unangenehm. Ein Novum für uns war zudem, dass das Stahlseil zum Teil einfach durch die Trittklammern hindurch geführt worden war. Das mag zwar Zwischensicherungen ersparen, ist aber beim Klinken sehr lästig.
Was mich jedoch total genervt hat, war der mega-ätzende Abstieg! Wer gar keine Ahnung vom Bergsteigen und Klettern hat, dürfte bei diesem Abstieg wenig Spaß haben. Die nicht enden wollenden Schotterfelder waren einfach nur eklig. Es hat mich ein wenig an den Watzmann erinnert, bei dem es ja auch heißt, dass die Ostwand erst an der Südspitze - also beim Abstieg - los geht. In etwa so kann man sich die Ilmspitze auch vorstellen, wenn auch etwas kürzer. 
Von der angeblich so starken Frequentierung am Klettersteig haben wir nichts mitbekommen. An diesem Tag waren außer uns nur zwei weitere Personen an der Ilmspitze unterwegs. 
Das absolute Highlight für mich waren die Steinböcke am Ende der Tour, die mir gezeigt haben, dass es auch in den Alpen immer noch Gebiete gibt, wo die Tiere in Ruhe mit und neben den Menschen leben können. 😍
Alles in allem war es eine anstrengende, abwechslungsreiche und abenteuerliche Tour, die ich definitiv empfehlen kann. 😊

Bis zur nächsten Schandtat!

Eure Katharina 

P.S.: Falls ihr euch wundert, dass die Blog-Beiträge aktuell von den Youtube-Videos abweichen, liegt das einfach daran, dass DF für die Videos eine andere Priorisierung gewählt hat und ich chronologisch vorgehe. 😉 

Keine Kommentare:

Kommentar posten