Hi! 😄
Manchmal spielen Wetter und/oder Gesundheit im Urlaub nicht mit und so kam es, dass ich bei unserem Aufenthalt im Berchtesgadener Land eine Radtour ohne DF unternehmen musste. 😓
Das Ziel ergab sich aus einem Foto in unserer Ferienwohnung. Dort hing ein schön gerahmtes Bild von spannend aussehenden Bergen und eine Bildersuche bei Google zeigte, dass es sich um die Aussicht von der Bindalm auf die großen Gipfel der Reiter Alpe handelte. Und da ich wissen wollte wie gut der Schnappschuss die Wirklichkeit abbildete, war die Idee für den Radausflug geboren. 😅
Start war an unserer Ferienwohnung in Schönau. Ich hatte beschlossen erst einmal ganz brav den offiziellen Radwegen nach Ramsau zu folgen - und die hielten schon einige Überraschungen bereit. 😅
Neben unerwarteten Steigungen hielt der Weg tatsächlich eine Abwärtsstrecke zum Schieben parat! 😨 Ja, das Stück war schon steil und mit den Querrinnen für das Regenwasser nicht ohne, aber sooo schlimm fand ich es nicht. 😅
War ich bisher die meiste Zeit allein unterwegs gewesen, kehrte ich an der Wimbachbrücke schockartig in die Zivilisation zurück. Der Platz war gerammelt voll und vor alle die E-Mountainbiker fuhren kreuz und quer ohne Rücksicht. Einer, der wahrscheinlich in Großbritannien das Fahren gelernt haben muss, hat mich fast über den Haufen gefahren...😑
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| Am Ortseingang von Ramsau mit der Reiter Alpe im Hintergrund. |
Danach ging es auf den gut ausgebauten Radweg weiter bis zum Ortseingang von Ramsau, wo man auf die Hauptstraße abbog. Dieses Stück war äußerst unangenehm zu fahren, zumal der Parkverkehr das pure Chaos war. 😅 Ich war heilfroh, als ich den Ortskern endlich hinter mir lassen konnte und in die Ausläufer des Zauberwalds abbog.
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| Erste Ausblicke auf den Hintersee. |
Der folgende Abschnitt des offiziellen Radwegs war eine extreme Überraschung. Die steile, steinige Buckelpiste mochte mit einem guten (E-)MTB vielleicht problemlos zu bewältigen sein, aber mit einem Trekking- oder gar einem City-Rad stellte sie eine richtige Herausforderung dar. Ich habe innerlich zumindest laut geflucht, bis der Pfad im Wald abflachte und ich mich dem Hintersee näherte.
Direkt am See ist das Radfahren untersagt, was bei den Menschenmassen, die sich dort tummeln, durchaus nachvollziehbar ist. Auf der schmalen Fahrstraße entlang der Nordseite des Sees setzte ich meinen Weg in Richtung Klausbachtal fort. Dieses Tal, das Deutschland und Österreich verbindet, kann ausschließlich zu Fuß, mit dem Rad oder mit einem Bus erreicht werden. 😀
Die Strecke entlang des Hintersees war eine wahre Touri-Hochburg und ich war froh, als es ein wenig ruhiger wurde. Ich passierte den Parkplatz vor dem Klausbachtal, ehe mich ein kleines Gatter kurz zum Absteigen "zwang". Also einfach mit dem Rad durch huschen, funktioniert nicht so einfach. 😅 Auf der anderen Seite des Gatters kam ich sehr flott wieder auf die einspurige, asphaltierte Fahrstraße, die in zunächst gutmütiger Steigung in das Tal hineinführte. Und bereits auf den ersten Metern merkte man, dass das Klausbachtal landschaftlich einiges zu bieten hatte. 😊
Eingerahmt vom Hochkalterstock und der Reiter Alpe radelte ich auf bestem Wege, mal mehr und mal weniger steil bergan. So richtig in Worte konnte man die Schönheit dieses Tals gar nicht fassen. 😅 Schließlich erreichte ich einen Aussichtspunkt, von dem aus man eine Hängebrücke sehen konnte. Allerdings war dort so viel los, dass ich auf einen Besuch verzichtete und weiter kurbelte. Allzu viel Strecke sollte bis zur Bindalm nicht mehr fehlen. Und irgendwie stimmte das auch...
Es fehlten keine zwei Kilometer bis zum Ziel, doch die hatten es in sich. Die Steigung der Fahrstraße nahm auf einmal drastisch zu und es dauerte nicht lange, bis ich mein Fahrrad schieben durfte - und zwar für fast einen halben Kilometer, da das Gelände auch in den Kurven gar nicht abflachte. Nebenbei wurde ich noch von einigen Schussfahrern beinahe über den Haufen geradelt. 😑Ich war jedenfalls sehr erleichtert, als die Steilheit nachließ und ich wieder in die Pedale treten konnte. 😅
Der Weg führte von der asphaltierten Straße nach links auf einen geschotterten Weg - und hier war auf einmal die Hölle los. Die Bushaltestelle in unmittelbarer Nähe hatte damit garantiert etwas zu tun. Und so machte ich knappe 300 m vor der Alm Stopp, da die Aussicht auf die "Ramsauer Dolomiten" bereits hier fast identisch mit dem Bild aus der Ferienwohnung war. 😅Auf allzu große Menschenmassen hatte ich an diesem Tag keine Lust mehr.
Einen Müsliriegel später machte ich mich an die Rückfahrt, dazu hieß es erst einmal wieder dem Klausbachtal zurück zum Hintersee folgen. Und kurz vor den steilen Serpentinen sah ich auch warum der Weg dort so mühsam gewesen war: 25 % Steigung!!! 😱😖 Dieses Schild wäre unten auch nicht verkehrt gewesen...😅 Selbst zum bergab fahren war diese Strecke kein Genuss.
Danach konnte ich es locker rollen lassen und wäre fast am Einstieg zum Schaflsteig vorbei gehuscht. 😅 Diesen Steig werden DF und ich irgendwann einmal nehmen dürfen, wenn wir uns an die großen Gipfel der Reiter Alpe wagen wollen. Es war jedenfalls gut zu wissen, dass der Abzweig äußerst unauffällig war.
Der übrige Rückweg verlief ohne weitere Zwischenfälle, nur dass ich mir den steinigen Weg am Hintersee dieses Mal sparte und lieber auf der Landstraße blieb. Das war mit dem Citybike dann doch entspannter. 😅
Ein Video von diesem Rad-Ausflug wird es nicht geben, aber da wir noch Ziele in der Gegend haben, wird sie früher oder später sicher auf einem Video landen! 😁
Fazit zur Tour:
Das Radnetz zwischen Schönau bzw. Berchtesgaden nach Ramsau ist etwas gewöhnungsbedürftig, was aber definitiv den örtlichen Gegebenheiten geschuldet ist. Dafür sind die Wege ab dem Ramsauer Zauberwald sehr gut und spätestens ab dem Klausbachtal ein Traum. 😍
Das wunderschöne Tal, über das man bis nach Österreich fahren/gehen kann, ist ein landschaftliches Highlight in der Gegend und definitiv einen Besuch wert. Auch wenn einen die 25 % Steigung unterhalb der Bindalm gut ins Schwitzen bringen. 😂
Bis zur nächsten Schandtat! 😄
Eure Katharina













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